News | 11. März, 2026

AI Factory Austria AI:AT bei SALZ: Europas KI-Stärken gemeinsam in Wertschöpfung übersetzen

Beim SALZ Festival in Salzburg zeigte die AI Factory Austria AI:AT, worauf es in der nächsten Phase der KI-Entwicklung ankommt: Europas Stärken in Forschung, Infrastruktur, Domänenwissen und Industrie enger zusammenzuführen und schneller in Anwendung und Wertschöpfung zu übersetzen. 

Karl Kugler, Leiter der AI Factory Austria AI:AT, positionierte die AI Factory dabei als verbindende Plattform entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Panelist:innen -  Andreas Kugi (AIT Austrian Institute of Technology/TU Wien), Berthold Baurek-Karlic (Venionaire Capital AG), Isabella Hermann-Schön (EIT Manufacturing), Michael Eder (Voestalpine), Karl Kugler (AI Factory Austria AI:AT)

 „Die AI Factory ist Teil dieses europäischen Mutmachens und dieser europäischen Selbstfindung“, sagte Karl Kugler im Panel. Für ihn ist klar: Europas Wettbewerbsfähigkeit im KI-Zeitalter entscheidet sich nicht allein an technologischer Exzellenz, sondern an der Fähigkeit, Kompetenzen, Infrastrukturen und Akteur:innen wirksam zusammenzubringen. „Wir müssen Wertschöpfung in Europa erzeugen und halten.“

Genau hier setzt die AI Factory Austria AI:AT an. Als Österreichs nationale AI Factory im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking verbindet sie Zugang zu europäischer KI-Infrastruktur mit Know-how, Anwendungsunterstützung und Ökosystemarbeit für Startups, KMU, Forschung und Industrie. Getragen wird AI:AT von einem österreichweiten Konsortium unter gemeinsamer Leitung von AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria (ACA).

Kugler machte in Salzburg deutlich, dass AI:AT bewusst mehr sein will als ein Infrastrukturprojekt: „Es geht nicht nur darum, Hardware zur Verfügung zu stellen, sondern auch diese Hardware nutzbar zu machen für Startups und für KMUs.“ Dazu gehören aus Sicht der AI Factory Austria AI:AT auch Fragen der Anwendungsreife, der Geschäftsmodelle, der vertrauenswürdigen Nutzung und der europäischen Anschlussfähigkeit.

Der Anspruch von AI:AT ist damit klar: Die AI Factory versteht sich als Brücke zwischen Compute, Forschung, Innovation und industrieller Umsetzung. Oder, wie Kugler es formulierte: „Wir haben alle Puzzleteile, die wir brauchen.“ Entscheidend sei nun, diese vorhandenen Stärken besser aufeinander zu beziehen und stärker in gemeinsame Wirkung zu bringen.

Wie groß dieses Potenzial ist, zeigte auch die Einstiegspräsentation von Andreas Kugi, Scientific Director des AIT Austrian Institute of Technology. Er beschrieb die aktuelle Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz als tiefgreifenden industriellen Wandel: „Das, was im Moment auf die Industrie zukommt, würde ich mit der Einführung des elektrischen Stroms vergleichen.“ Gerade im Zusammenspiel von Agentic AI, Physical AI, Datenökosystemen und Engineering-Kompetenz sieht Kugi eine strategische Chance für Europa.

Auch die weiteren Panelbeiträge unterstrichen, dass es dafür ein starkes Zusammenspiel braucht: Michael Eder verwies auf die Bedeutung von Daten, Organisation und Umsetzungsgeschwindigkeit in industriellen Prozessen. Isabella Herrmann-Schön hob hervor, wie wichtig Domänenexpertise und tragfähige Use Cases für marktfähige Innovation sind. Berthold Baurek-Karlic plädierte für mehr europäisches Selbstbewusstsein, weniger Fragmentierung und bessere Rahmenbedingungen für Innovation und Skalierung.

Für die AI Factory Austria AI:AT ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: vernetzen, befähigen, beschleunigen. Kugler brachte das in Salzburg auf den Punkt: „Es geht nicht mehr darum, Salzburg gegen Tirol oder Österreich gegen Deutschland oder Frankreich zu stellen, sondern darum, wie wir als Europa konkurrenzfähig werden.“

Der Auftritt beim SALZ Festival machte damit sichtbar, wofür die AI Factory Austria AI:AT steht: für einen europäischen Zugang zu KI, der nicht bei Infrastruktur endet, sondern auf Zusammenarbeit, Umsetzung und industrielle Wirkung zielt. „Gemeinsam sind wir einfach stärker, sind wir besser und können aus der angewandten Forschung über das Geld bis hin zur Industrie etwas bewegen“, so Karl Kugler.

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