Am 11. April 2026 wurde Wien zu einem der zentralen Austragungsorte eines globalen Hackathons, der sich einer Schlüsselfrage der heutigen KI-Landschaft widmete: Wie können autonome Agenten vertrauenswürdig, sicher und im Einklang mit Governance-Anforderungen gestaltet werden?
Organisiert von der AI Impact Mission (AIM) in Zusammenarbeit mit der TIMETOACT Group Österreich, Klartext AI, AI Austria, der AI Factory Austria AI:AT als Standortpartner sowie Texterous und Speedinvest, brachte der Hackathon eine globale Community von Entwickler:innen zusammen. Insgesamt meldeten sich über 800 Teilnehmende aus 88 Städten weltweit an, die sowohl remote als auch in mehr als 20 internationalen Hubs arbeiteten.

Fotocredit: AIM
Vienna Hub bei AI:AT
Die Wiener Vor-Ort-Veranstaltung fand im Coworking Hub der AI Factory Austria AI:AT statt, wo rund 40 Teilnehmende intensiv an der Challenge arbeiteten. Im Fokus stand die Entwicklung persönlicher autonomer Agenten, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch widerstandsfähig gegenüber Manipulation und im Einklang mit Governance-Anforderungen sind.
Die Teilnehmenden entwickelten und benchmarkten ihre Lösungen auf der BitGN-Plattform, die eine strukturierte Umgebung zur Bewertung der Agentenleistung anhand messbarer und transparenter Kriterien bietet. Dies spiegelt einen breiteren Wandel in der KI-Entwicklung wider – weg von reiner Experimentation hin zu Reproduzierbarkeit, Evaluation und realer Anwendbarkeit.
Programm und Zusammenarbeit
Der Hackathon verband praxisnahe Entwicklung mit kontinuierlichem Feedback und Austausch. Die Teams untersuchten verschiedene technische Ansätze, darunter:
- sichere und governance-konforme Agentenarchitekturen
- Evaluation und Benchmarking von Agentenverhalten
- lokal ausführbare Modelle zur Stärkung der Datensouveränität
- Strategien zur Verbesserung der Robustheit gegenüber adversarialen Eingaben
Ein besonders bemerkenswerter Beitrag kam von einem Team, das vollständig mit lokal deploybaren Modellen arbeitete und damit das Potenzial souveräner und sicherer KI-Systeme hervorhob.

Ergebnisse und Erkenntnisse
Den ersten Platz der Wiener Vor-Ort-Challenge belegte Bernhard Götzendorfer mit 79 von 104 Punkten. Wir freuen uns besonders, da Bernhard seit Kurzem Mitglied des AI:AT Coworking Hubs ist – ein weiteres Beispiel für die außergewöhnlichen Talente in der AI:AT Community.
Laut Felix Krause, CTO von Klartext AI, der die Teams vor Ort unterstützte, verfügten viele der bestplatzierten Teams eher über starke Projektmanagement-Kompetenzen als über klassische Engineering-Hintergründe. Zudem war dies der erste AIM-Hackathon, bei dem eine nicht-technische Person eine der Kategorien gewann – ein Hinweis auf einen wichtigen Wandel: Die Entwicklung leistungsfähiger KI-Prototypen wird zunehmend zugänglicher.
Über die individuellen Ergebnisse hinaus zeigte der Hackathon, dass Fortschritte im Bereich vertrauenswürdiger KI nicht nur durch technische Lösungen entstehen, sondern durch gemeinsames Lernen, den Vergleich unterschiedlicher Ansätze und offenen Austausch.
Die Rolle von AI:AT im Ökosystem
Für die AI Factory Austria AI:AT ist die Ausrichtung des Hackathons im eigenen Coworking Hub Teil eines übergeordneten Ziels: die Entwicklung angewandter und vertrauenswürdiger KI durch die Vernetzung von Menschen, Infrastruktur und Expertise zu fördern.
Veranstaltungen wie diese unterstreichen den Wert von Zusammenarbeit im gesamten Ökosystem. Durch die Kooperation mit Organisationen wie AI Austria, Klartext AI und AIM – AI Impact Mission trägt AI:AT dazu bei, Räume zu schaffen, in denen Experimentation, Wissenstransfer und praktische Umsetzung möglich sind.
Während sich autonome Agenten weiterentwickeln, bleiben Fragen zu Vertrauen, Evaluation und Governance zentral. Initiativen wie dieser Hackathon bieten einen konkreten Rahmen, um diese zu adressieren – durch praxisnahe Entwicklung, messbare Benchmarks und internationale Zusammenarbeit.



