Von 29. bis 31. Mai wird der AI:AT Coworking Hub in Wien zum Arbeitsraum für rund 100 ausgewählte Entwickler:innen, Studierende und KI-Enthusiast:innen.
Beim ZERO ONE HACK entwickeln Teams in 36 Stunden KI-Prototypen für reale Herausforderungen aus Industrie, Versicherung und Forecasting – mit Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-Infrastruktur.

Künstliche Intelligenz entsteht nicht nur in Forschungslabors oder Strategiepapieren. Sie entsteht dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam an konkreten Problemen arbeiten, Daten verstehen, Modelle trainieren, Prototypen bauen und ihre Ergebnisse kritisch testen. Genau diesen Raum schafft der ZERO ONE HACK, der von 29. bis 31. Mai im AI:AT Coworking Hub in der Karl-Farkas-Gasse 22 in Wien stattfindet.
Organisiert wird der Hackathon von Lumos, einer Wiener studentischen Organisation im Bereich Data Science und AI. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Technologie und dem österreichischen KI-Ökosystem bringt das Format junge Talente, Unternehmen, Forschung und erfahrene Mentor:innen zusammen. Im Mittelpunkt stehen nicht reine Demo-Anwendungen oder Prompting-Übungen, sondern das Entwickeln, Trainieren und Präsentieren funktionierender KI-Modelle.
Für die AI Factory Austria AI:AT ist der Hackathon ein Beispiel dafür, was ein offener KI-Hub leisten soll: Zugang zu Infrastruktur schaffen, praktische Anwendung ermöglichen, Talente fördern und Akteur:innen aus Forschung, Industrie, Startups und Technologieentwicklung miteinander verbinden.
Reale Challenges statt abstrakter Aufgaben
Die Teilnehmer:innen arbeiten an drei thematischen Tracks, die zentrale Anwendungsfelder für KI in Europa adressieren:
- AI in Industry mit Fokus auf industrielle Prozesse, Manufacturing und operative Systeme
- AI in Insurance mit Fokus auf Conversational AI und Modellintegration in digitalen Versicherungsprodukten
- AI in Forecasting mit Fokus auf probabilistische Vorhersagen und intelligente Entscheidungshilfen
Damit rückt der Hackathon Themen in den Vordergrund, die für viele Organisationen derzeit besonders relevant sind: Wie können KI-Systeme in reale Workflows integriert werden? Wie lassen sich Modelle zuverlässig trainieren, testen und demonstrieren? Und wie kann aus technischer Leistungsfähigkeit ein konkreter Nutzen für Unternehmen und Anwender:innen entstehen?
Die Teams entwickeln ihre Lösungen über das Wochenende hinweg und reichen am Sonntag ihre Ergebnisse ein – darunter Code, Pitch Deck und Demo. Die besten Teams präsentieren ihre Projekte im Finale vor einer Jury aus Industrie, Forschung, Technologie und Startup-Ökosystem.
Europäische Rechenleistung praktisch nutzen
Ein zentrales Element des ZERO ONE HACK ist der Zugang zu leistungsfähiger europäischer KI-Infrastruktur. Über AI:AT erhalten die Teams Zugang zum EuroHPC-Supercomputer Leonardo in Bologna. Für den Hackathon stehen den Teilnehmer:innen dedizierte GPU-Ressourcen zur Verfügung, um Modelle zu trainieren, zu fine-tunen und unter realitätsnahen Bedingungen zu testen.
Damit wird Hochleistungsrechnen nicht als abstrakte Infrastruktur sichtbar, sondern als konkretes Werkzeug für Entwickler:innen und Teams. Genau hier setzt auch die Mission von AI:AT an: Organisationen und Talente sollen nicht an fehlendem Zugang, fehlendem Know-how oder zu hohen Einstiegshürden scheitern. AI:AT unterstützt den Zugang zu europäischen Rechenressourcen, begleitet erste Schritte in Richtung High-Performance Computing und verbindet technische Infrastruktur mit Beratung, Training und Ökosystem-Unterstützung.
Der Hackathon zeigt damit im Kleinen, was für den KI-Standort Österreich im Großen entscheidend ist: KI-Kompetenz entsteht, wenn Infrastruktur, Wissen, Anwendung und Community zusammenkommen.
„Der AI:AT Coworking Hub ist ein Einstiegspunkt in unser Ökosystem: ein Ort, an dem Talente, Unternehmen, Forschung und Technologiepartner:innen zusammenkommen. Der ZERO ONE HACK zeigt sehr konkret, wie wir Menschen mit Ideen, reale Challenges, Mentor:innen und europäische KI-Infrastruktur an einen Ort bringen – und daraus Zusammenarbeit, Austausch und Anwendung entstehen lassen.“
Thomas Mayerhofer, Head of Innovation Center der AI Factory Austria AI:AT
Mentoring, Austausch und europäische Perspektive
Neben der intensiven Arbeit an den Projekten bietet das Wochenende ein kuratiertes Rahmenprogramm. Dazu gehören Mentoring-Sessions mit Expert:innen aus Startups, Industrie, Forschung und Technologieunternehmen, eine Paneldiskussion zur Zukunft von KI in Europa sowie ein Speaker-Format zu High-Performance Computing.
Die Paneldiskussion am Samstag widmet sich der Frage, wohin sich KI in Europa entwickelt – aus unterschiedlichen Perspektiven von Unternehmen, Infrastruktur, Investment und angewandter Technologie. Ergänzt wird das Programm durch ein praxisorientiertes HPC-Format von HPE, das den Teilnehmer:innen zeigt, wie High-Performance Computing konkret funktioniert und wie KI-Workloads auf entsprechender Infrastruktur umgesetzt werden können.
Für die Teams ist das mehr als Begleitprogramm. Der Austausch mit Mentor:innen hilft dabei, technische Entscheidungen zu schärfen, Projektideen zu fokussieren und die Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie nicht nur funktionieren, sondern auch verständlich, anschlussfähig und potenziell weiterentwickelbar werden.
Der AI:AT Coworking Hub als Trainingsraum für KI-Anwendung
Mit dem ZERO ONE HACK wird der AI:AT Coworking Hub erneut als praktischer Arbeits- und Begegnungsort für das österreichische KI-Ökosystem sichtbar. Der Hub ist nicht nur ein Coworking Space, sondern ein Ort, an dem Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen, öffentliche Verwaltung und Talente gemeinsam an KI-Anwendungen arbeiten können.

Für AI:AT ist dieses Zusammenspiel zentral. Die Initiative versteht sich als One-Stop-Shop für KI in Österreich: Sie verbindet Zugang zu europäischer Recheninfrastruktur, technische Expertise, Trainings, Trustworthy-AI-Kompetenz, Business Support und Ökosystem-Matchmaking. Ziel ist es, KI-Projekte von der ersten Idee in Richtung Proof of Concept, Prototyp und praktische Anwendung zu bringen – verantwortungsvoll, europäisch eingebettet und mit realem Nutzen.
Hackathons wie der ZERO ONE HACK ergänzen dieses Angebot um ein besonders kompaktes Format: In kurzer Zeit entstehen Teams, Ideen, Prototypen, technische Lernerfahrungen und neue Verbindungen zwischen jungen Talenten und etablierten Organisationen.
„KI wird dann greifbar, wenn wir zeigen, was Menschen damit konkret entwickeln. Der ZERO ONE HACK ist dafür ein starkes Beispiel: Er verbindet junge Talente, europäische Recheninfrastruktur und reale Anwendungsfälle – und macht sichtbar, wie aus Zusammenarbeit Wirkung entsteht“
Daniel Pepl, Head of Marketing & Communications der AI Factory Austria AI:AT.



